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Massenvernichtungswaffen

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Massenvernichtungswaffen

Der erste Weltkrieg

Von den 10 Millionen Toten des ersten Weltkrieges wurden nur ca. 91.000 Soldaten (0,91 % ) durch chemische Kampfstoffe getötet. Dazu wurden 113.000 Tonnen "Giftgas" eingesetzt, d.h. die Tötung eines Soldaten erforderte etwas mehr als 1,2 Tonnen Kampfstoff. Trotz der hohen Giftigkeit war die Sterblichkeitsrate sehr gering. Alternativ hätte man auch in 113 kT (Kilotonnen) humanerer Artilleriemunition und die klassische "Bleivergiftung" investieren können.

Räuberpistolen

Es gibt immer wieder sogenannte Experten, die in der Lügenpresse die Giftigkeit von Substanzen hochrechnen, um zu phantastischen Ergebnissen zu kommen. Insbesondere sensationslüsterne "Terrorismustheoretiker" ergötzen sich dabei an Zahlen, die die experimentellen Ergebnisse des ersten Weltkrieges komplett ignorieren. Wer mit einer hochgiftigen Substanz Millionen Menschen vernichten will, der muß die tödliche Dosis auch Millionen Menschen verabreichen können. Dummer Weise sagt aber die Giftigkeit einer Substanz nichts darüber aus, welcher technologische Aufwand dazu nötig ist. Verschwörungstheoretiker und Terrorismusexperten haben in der Lügenpresse oft das gleiche Niveau, und da zählt Auflage.

Der Sarin-Anschlag auf fünf Tokioter U-Bahn-Linien

Am 20. März 1995 wurden bei einem Sarin-Anschlag auf fünf Tokioter U-Bahn-Linien insgesamt 11 Menschen unmittelbar getötet und 37 schwer verletzt, von denen später noch zwei starben. Das zeigt besonders eindrucksvoll, wie begrenzt die Wirkung eines hochgiftigen Nervenkampfstoffes ist, zumal wenn er von Leuten angewandt wird, die offensichtlich keine Ahnung hatten, worauf es beim Einsatz chemischer Waffen ankommt. Auch wenn gerne so getan wird: Ein Tröpfchen zu berühren reicht nicht, sondern transdermal müssen bei Sarin ca. 2 ml bzw. 2,24 g pro 80 kg Mensch (28 mg/kg) aufgenommen (d.h. nicht nur berührt) werden. Fünf Handgranaten in fünf U-Bahnlinien entfalten vielleicht nicht den gleichen Propagandaeffekt, dürften aber wesentlich "effizienter" sein. Vor allem läuft keiner weg, wenn die ersten umfallen. Das ist -neben Wind und Wetter- auch schon das Hauptproblem chemischer Kampfstoffe: Auf dem Schlachtfeld lassen sie sich nur sehr schwer schnell genug verteilen und wirken im Vergleich mit konventionellen Waffen viel zu langsam. Sobald das Ziel nicht wehrlose Zivilisten sind, ein bisher nicht zufriedenstellend lösbares Problem. Daher sind sogar die Großmächte bereit, auf chemische "Massenvernichtungswaffen" zu verzichten.

Wer kann es sonst gewesen sein?

Sarin ist eine bei Normaldruck bei 147,3 °C unter teilweiser Zersetzung siedende Flüssigkeit. Das etwa zehn mal giftigere VX ist eine Flüssigkeit, die sich bei Normaldruck ab 298 °C zu zersetzen beginnt. Nervenkampfstoffe sind keine Gase, sondern seßhafte Kampfstoffe, die insbesondere außerhalb geschlossener Räume vor allem durch Berührung und Aufnahme über die Haut wirken. Kampfstoffe der Novichok-Reihe sind nochmals ca. 5 fach giftiger als VX. Durchweg hochsiedende Flüssigkeiten oder Feststoffe der Substanzklasse der Organophosphate und alles andere als hochkomplizierte Verbindungen. Im Gegenteil, ihre Synthese ist trivial, sieht man von ihrer Giftigkeit ab und von der Schwierigkeit, selbst einfache Ausgangsstoffe zu beschaffen. Im Falle der binären Kampfstoffe Sarin und VX ist die Synthese sogar so trivial, daß man nur zwei harmlose Substanzen mischen muß.

Auch die Hypothese von der Notwendigkeit eines staatlichen Hochsicherheitslabors als Ausschlußargument kann man spätestens seit dem Anschlag in Tokio getrost denen überlassen, die im aufblasbaren Anzug herumlaufen. Schon seit dem ersten Weltkrieg ist bekannt: Das sicherste "Hochsicherheitslabor" ist an der frischen Luft, denn gegen den Wind ist auch die die tödlichste Substanz ungiftig.

Der erste bekannte Einsatz eines Novichok-Nervengiftes ist die Ausschaltung von Ivan Kivelidides, einem russischen Banker und Chef des "Russian Business Round Table". Aber 1995 war es noch keine Praxis, ausschließlich nach dem Motto "wer kann es sonst gewesen sein", Clinton oder Jelzin für die Eliminierung verantwortlich zu machen. Möglich ist natürlich alles, und zweifellos ist auch die Motivfrage einer der wichtigsten Ansatzpunkte für die Aufklärung von Verbrechen. Man kann darauf wetten, daß sich das Spiel um Nordstream II nach der US-Wahl auflöst, und die Karten je nach Gewinner aufgrund neuer Motive völlig neu gemischt werden.

The one and only

Die einzigen, die bisher die "Gaswaffe" bis zur Massenvernichtung "perfektioniert" haben, ist der Sicherheitsapparat der Nazis. Etwas weniger giftig als Sarin (inhaliert ca. 85 mg / m3 min), als Kampfstoff jedoch völlig ungeeignet und bereits im ersten Weltkrieg durchgefallen, ist die gute alte Blausäure (ca. 330 mg / m3 min). Als Gas (Siedepunkt 25,7 °C) -wie alle anderen Gase auch- viel zu flüchtig und windabhängig, außerdem leicht zu filtern und von der Mehrheit der Menschen deutlich unter der tödlichen Dosis als Bittermandelgeruch wahrnehmbar. Dennoch haben Juristen und Kriminalisten des NS-Sicherheitsapparates einen Weg gefunden, aus Blausäure eine Massenvernichtungswaffe zu machen. Aber nicht die "Erfindung" der "Judendusche" (tatsächlich nur ein Plagiat) oder die Giftklasse der Blausäure waren entscheidend, sondern wie wird das "Logistikproblem" gelöst, die tödliche Dosis möglichst vielen Menschen zu verabreichen. Dabei hat sich herausgestellt, daß die Sicherheitsapparate bereits aufgrund ihrer "ganz normalen" Befugnisse und Fähigkeiten prädestiniert dafür waren, wehrlose Minderheiten auf dem kürzesten Wege durch den Schornstein nach Jerusalem zu jagen. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel für "Terrorismusexperten", wie groß der Aufwand ist, um aus einer hochgiftigen Substanz eine Massenvernichtungswaffe zu machen. Und als Zugabe gratis, wie Organisationen aussehen, die für Massenmord in Frage kommen. Dazu brauchte es nur die "richtigen" Polizeiführer. Den Rest erledigt der Gehorsam. Daher sind das eigentliche Problem nicht die, die ihren Dienst erledigen, sondern der widerwärtige Mob, für den die Einschränkungen des Grundgesetzes bezüglich Kommandostruktur und Befugnisse der Sicherheitsapparate Luft sind. Dieser widerwärtige Mob schädigt funktionierende Institutionen. Nicht nur die deutsche Geschichte zeigt, für Massenmord müssen die "Irren" staatstragend bzw. systemrelevant sein. Die "normalen" Irren sind dafür so irrelevant wie normale Kriminelle. Militärisch ist die Judendusche natürlich ein Witz.

Grundsätzlich gehört es mit zum Auftrag der Sicherheitsapparate, wehrlose Minderheiten zu schützen. Das weiß dort allerdings bis heute nicht jeder.

Die Gaskammer

Die Amerikaner setz(t)en seit den 1920-iger Jahren Zyklon B in der Gaskammer zur Vollstreckung der Todesstrafe ein. Allerdings nicht unter diesem "werbewirksamen" Namen. Der bisher letzte Delinquent war der am 03.03.1999 wegen Mordes hingerichtete deutsche Staatsbürger Walter LaGrand, der trotz einer einstweiligen Anordnung des Internationalen Gerichtshofs vergast wurde. Heute ist die völkerrechtswidrige Vergasung in den USA nur noch zugelassen, wenn die Giftspritze nicht eingesetzt werden kann. Das macht die Sanktionierung tödlicher "Medikamente" durch die EU besonders "interessant", denn dadurch könnte die völkerrechtswidrige Gaskammer ein comeback erleben. Der Glaube, die USA ließen sich von der EU zur Aufgabe der Todesstrafe umerziehen, ist dem Zeitgeist unbelehrbarer Sanktionsfanatiker geschuldet. Sanktionen sind ein sehr zweischneidiges Schwert, d.h. sie sind sehr schnell kontraproduktiv. Für Fanatiker ein Grund mehr, Sanktionen zu verhängen.

Die einfachste und "billigste" aller Massenvernichtungswaffen

Bei Massenvernichtung und Verbrechen gegen die Menschlichkeit kommt man an einer überraschend einfachen, quasi "kostenlosen" Massenvernichtungswaffe nicht vorbei: Das Verhungern, Verdursten oder Erfrieren lassen. Mit den Mörderrudeln der Polizei gemeinsam Jagd auf wehrlose, "rassig minderwertige Untermenschen" zu machen, entsprach in der Regel nicht dem Selbstverständnis der Wehrmacht. Die "saubere" Wehrmacht hat ihre eigenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen. Gegen die "Barbaren im Osten" wurde von Anfang an ein ganz anderer Krieg als im Westen geführt und ausgiebig von der billigsten aller Massenvernichtungswaffen Gebrauch gemacht. Die Aushungerung/Ausfrierung Leningrads, das vom Erdboden verschwinden sollte und der über 1 Million Zivilisten zum Opfer gefallen sind, sowie das Verhungern oder Erfrieren lassen von ca. 4 Millionen russischer Kriegsgefangener sind Meilensteine systematischer Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Damit summiert sich die Zahl der Opfer des Terrors bereits auf ca. 11 Millionen Tote: Völlig unsinnig, kontraproduktiv und einem System geschuldet, in dem Rassenhaß Staatsideologie war.

Der Gnadenengel

Die billigste aller Massenvernichtungswaffen erfreut sich seit jeher großer Beliebtheit. Legendär die "Holocaust-Überlebende" Madelaine Albright, die das Verhungern lassen von 500.000 irakischen Kindern durch UN-Sanktionen, die auf US-Lügenmärchen über angebliche irakische Massenvernichtungswaffen basierten, für akzeptabel hielt. Dabei hatten die USA den Irak gerade "abgerüstet" und unter die Kontrolle von UN-Waffeninspektoren gestellt. Außerdem sollte man schon vermuten dürfen, daß der Westen wußte, was er verkauft hatte.

Der letzte große Einsatz chemischer Kampfstoffe im Krieg zuvor

Der letzte große Einsatz chemischer Kampfstoffe erfolgte durch den irakischen Diktator Saddam Hussain im Iran/Irak-Krieg. Der Westen hatte allerdings nicht die Technologie mitverkauft, die aus chemischen Kampfstoffen eine Massenvernichtungswaffe machen. Die irakischen Methoden, die Kampfstoffe ins Ziel zu bringen, waren kaum ausgereifter als im 1. Weltkrieg. Die "Unterstützergruppe" Saddam Hussains wollte keineswegs, daß der irakische Diktator gewinnt. Aber ein sauberes Patt und die Vorstellung, den gegenseitigen Haß durch eine Terrorwaffe maximal zu steigern, lag durchaus im Interesse derer, deren "moralische Werte" sich bis heute am besten an ihren "Verbündeten" ablesen lassen. Wer nicht "Verbündeter" ist, in den kotzt die "moralischen Weltelite" ihre Werte hinein. Alle Versuche im UN-Sicherheitsrat, den Einsatz chemischer Waffen durch den Irak zu verurteilen, wurden durch das Veto der USA geblockt.

"Pech" gehabt

Im darauf folgenden Golfkrieg Bush des Ersten hat Saddam Hussain bei seiner Abrüstung die Möglichkeit ungenutzt verstreichen lassen, sich mal zeigen zu lassen, wie man aus chemischen Kampfstoffen eine Massenvernichtungswaffe macht. Chemische Kampfstoffe unter Gefechtsbedingungen als feines Aerosol großflächig und aus niedriger Höhe absprühen zu können, ist eine ganz andere Nummer als Kanister abzuwerfen.

Die Fähigkeiten der internationalen Gemeinschaft

Der Atomvertrag mit dem Iran oder die Vernichtung des syrischen Chemiewaffenarsenals haben gezeigt, zu was die internationale Gemeinschaft in der Lage ist, wenn alle relevanten Player trotz unterschiedlicher Interessen und egal aus welchen Gründen am gleichen Strang ziehen. Auch wenn die Lügenpresse häufig den gegenteiligen Eindruck erweckt: Erstens ist die internationale Gemeinschaft zur Zeit nicht machtlos, weil es Rußland und China gibt , sondern weil die Amerikaner systematisch internationale Abkommen niederbrennen, und zweitens hat die internationale Gemeinschaft ihre letzten Erfolge nicht trotz, sondern vor allem wegen Rußlands und Chinas erzielt. Alleine kann der neue Nero so viele Liebesbriefe nach Nordkorea schreiben wie er will.

Das unbestätigte Wasserschlauch-Video aus dem Internet war ein Rückfall in alte Zeiten und erinnert an Tagesschau-relevante PR-Gags, zB. die Brutkastenstory oder Collin Powell, von der CIA verarscht mit einem Fläschchen "Kampfstoff". Das Skript, einfach mal einen der höchsten US-Generäle vor Journalisten mit einem Fläschchen herumwedeln zu lassen, könnte auch aus Hollywood stammen. Solange man in Syrien nach dem Einsatz von "Massenvernichtungswaffen" suchen muß, ist massenvernichtungs-technisch alles im grünen Bereich. Verglichen mit dem Iran/Irak-Krieg fehlte den Bildern irgendwas, ganz zu schweigen von Opfern, die man anfassen konnte und von denen einige wenige sogar in Drittstaaten behandelt wurden. Da die Lügenpresse der Natostaaten derart von echten Bildern des Krieges gesäubert wurde, daß sie in Vergessenheit geraten, reicht mittlerweile ein unbestätigtes Wasserschlauch-Video, um Talkshow-Clowns zum Sprudeln zu bringen. Zu viel Substanz ist ohnehin schädlich, denn umso weniger Substanz, desto phantastischer die "Analyse". Im Prinzip eine Mischung aus Soap-Opera und Verschwörungstheorie. Sind die "Experten", die nicht mehr wissen als das Internet oder die Zuschauer, erst einmal in ihre Moralsuhle hinabgestiegen, ist die Diskussion/Soap da, wo sie hingehört.

Nervenkampfstoffe in der industriellen Landwirtschaft

Besonders weit ausgereift ist die Anwendung von Nervenkampfstoffen in der Schädlingsbekämpfung durch die industrielle Landwirtschaft. Was die giftigsten Nervenkampfstoffe für Warmblüter, sind Neonikotinoide für Insekten. Besonders außerhalb von Pflanzen aufgebracht verteilen sie sich auch langfristig in der Natur. Die hohe Beständigkeit und die völlig unspezifische extreme Giftigkeit für Insekten aller Art "revolutioniert" gerade das Biomodell. Solche Spritzmittel haben Folgen, die weit über die Insekten hinausgehen könnten. Seitdem es Neonikotinoide gibt, ist nicht nur die Zahl der Insekten rapide gesunken, sondern auch die daran hängende Fresskette wird durch Verhungern mitvernichtet. Am Ende aller Freß- und Verwertungsketten steht bekanntlich der Mensch.

Die Waffe der Verschwörungstheoretiker und Hollywood-Blockbuster

Wie realitätsfern Hollywood-Blockbuster sind, zeigen Ebola oder Covid-19. Auch wenn insbesondere Biowaffen die Phantasie von Talkshow-Clowns und Verschwörungstheoretikern besonders anregen, die existierenden Infektionskrankheiten zeigen, jeder kann sich schützen. Das Mittelalter ist längst Geschichte, und die Übertragungswege sind das erste, was bekannt wird. Umso tödlicher ein Krankheitserreger, desto schneller ist die Infektionskette abgebrochen. Hinterhältige Viren wie Aids oder Covid-19 sind schwieriger, haben aber wie alle anderen Infektionskrankheiten ein paar Probleme, die man für eine militärische Nutzbarkeit erst lösen müßte: Die Schutzmöglichkeiten sind noch einfacher, die Wirkung ist noch langsamer und die Ausbreitung ist noch unbeherrschbarer als bei chemischen Kampfstoffen.

Echte Massenvernichtungswaffen für den gehobenen Anspruch

Echte Massenvernichtungswaffen für den gehobenen Anspruch zeigen gleich, worauf es ankommt: Je nach Zahl der Kilo/Megatonnen gibt es überhaupt keinen Schutz, und die Medizin wirkt sofort. Keiner läuft weg, wenn die ersten umfallen. Die 113 kT aller im 1. Weltkrieg eingesetzten chemischen Kampfstoffe lassen sich in ein einziges "Bömbchen" verpacken, und der ganze Mist um Wind und Wetter oder Infektionsketten ist wie bei konventionellen Waffen irrelevant. Es gibt zwar viele Möglichkeiten, Massen zu vernichten, aber eine echte Massenvernichtungswaffe ist eben doch etwas anderes. Einziges Problem, das bleibt: Der atomare Gefechtskopf muß ins Ziel gebracht werden. Zumindest so lange man nicht etwas so perverses wie Kobaltbomben in Betracht zieht.

Die Reaktivierung der Logik des Wahnsinns

Am 13.12.2001 haben die Amerikaner den ABM-Vertrag (anti ballistic missle treaty) gekündigt. Rußland war noch ein "Partner", der nicht zur Begründung taugte. Militärisch sind Begründungen irrelevant, es zählen nur Fakten. Verlieren die Russen die Fähigkeit, ihre Atomwaffen ins Ziel zu bringen, sind sie -egal mit welcher "Begründung"- überflüssig. Daher hat die Kündigung des ABM-Vertrages einen Wettlauf um neue Trägersysteme ausgelöst. Mittlerweile wurden auch der INF-Vertrag und das Open Skies-Abkommen von den Amerikanern gekündigt. Sollten die USA einer Verlängerung des bestehenden Vertrages über die strategische Rüstungsbegrenzung nicht doch noch zustimmen, endet am 8. April 2020 der letzte Vertrag atomarer Rüstungskontrolle. Dabei war man sich mal einig, daß im atomaren Bereich der Wettlauf um die schönsten Waffen Wahnsinn ist.

Die neue Nuklearstrategie der Amerikaner

US-Strategen haben festgestellt, mit mehreren Tausend Megatonnen liegt so viel Sprengkraft ungenutzt und quasi "umsonst" herum, daß es Zeit wird, den Schatz zu heben. Daher wurde die Strategie mit dem Ziel, Atomwaffen niemals einzusetzen, durch eine Strategie ersetzt, die den Einsatz von Atomwaffen gegen jeden Gegner explizit einbezieht. D.h. es werden neue Sprengköpfe mit besonders kleiner Sprengkraft entwickelt, und es gibt bereits Gerüchte, daß die USA zur Überprüfung ihrer Neuentwicklungen wieder mit atomaren Testexplosionen beginnen wollen.

Hirntot

Die neue US-Nuklearstrategie verletzt alle internationalen Regeln atomarer Rüstung. Am 05.03.1970 trat der "Vertrag über die Nichtverbreitung von Atomwaffen" in Kraft. Im Gegenzug für den Verzicht auf Kernwaffen verpflichtet der Atomwaffensperrvertrag alle Atommächte auf das Ziel vollständiger nuklearer Abrüstung. Das ist zwar illusorisch, aber solange die Strategie der Supermächte das Ziel hat, Atomwaffen niemals einzusetzen, halb so schlimm. Alle atomaren Rüstungsabkommen aufkündigen/auslaufen zu lassen und durch eine Strategie zum offensiven Einsatz kleiner Atomwaffen dem Atomwaffensperrvertrag die Grundlage zu entziehen ist ein Sprengsatz für die internationale Weltgemeinschaft, der besser kaum sein könnte. Fehlt eigentlich nur noch eine Space Force, die atomare Waffen im Weltraum kreisen läßt.

Die USA haben eine ausgezeichnete geographische Lage. Eine Grenze im Norden, eine im Süden, und links und rechts zwei Ozeane. Trotzdem haben die USA einen Militäretat, als ständen sie kurz vor dem Untergang/der Welteroberung. Statt die letzten 20 Jahre friedlich am Strand zu liegen, mußten sie die letzten 20 Jahren permanent Krieg führen und Tausende Milliarden ausgeben, um "westliche Werte", Menschenrechte, Weltfrieden bla, bla, bla zu verbreiten. Neuerdings stellen sogenannte "Sicherheitsberater" fest, daß andere ihr Geld in den letzten 20 Jahren deutlich besser angelegt haben. Es heißt nicht umsonst "peace and prosperity".

Ob gelb, ob grün, ob rot, ob braun, stets die Bürger in die Röhre schaun!

Stand: 02.10.20